Digitale Transformation der Pflege im Fokus – unser Rückblick auf die 8. Konferenz „Zukunft der Pflege“

Am 3. und 4. März 2026 lud das Pflegepraxiszentrum (PPZ) Nürnberg zur 8. Konferenz „Zukunft der Pflege“ an die Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm ein. Rund 250 Teilnehmende aus Praxis, Wissenschaft, Politik und Industrie kamen zusammen, um aktuelle Entwicklungen, Chancen und Herausforderungen der digitalen Pflege zu diskutieren. Unter dem Motto „Digitale Transformation – smart, sicher, souverän“ stand die Frage im Mittelpunkt, wie digitale Technologien wie KI, Robotik oder Telepflege Pflegefachpersonen und Pflegebedürftige im Alltag sinnvoll unterstützen können.

Die Konferenz bot mit über 90 wissenschaftlichen Beiträgen, elf Ausstellern sowie vielfältigen Formaten – von Workshops und Posterausstellungen bis hin zu „Meet the Podcaster“ – eine inspirierende Plattform für Austausch, Wissenstransfer und Innovation.

Ein vielfältiger erster Konferenztag

Nach der feierlichen Eröffnung führte Prof. Dr. Arne Manzeschke mit einer eindrucksvollen Keynote zur digitalen Transformation in der Pflege und der Bedeutung einer fundierten Ethik für diesen Wandel in das Programm ein.

Im Anschluss starteten die ersten Sessions:

  • In einer Podiumsdiskussion zum Thema „Vom Pilot zur Routine: Begleitete Implementierung von Pflegetechnologien im Forschungscluster ‚Zukunft der Pflege‘“ diskutierte Dr. Regina Schmeer‑Oetjen als Panelistin mit.
  • Parallel moderierte Deliah Katzmarzyk die englischsprachige Session „Nursing technologies“
  • Gemeinsam mit Jacqueline Preutenborbeck vom PPZ Nürnberg moderierte Brit Rebentisch-Krummhaar die Session „Kompetenzentwicklung im Kontext der digitalen Transformation“.
  • In der Session „Ethik und Gesellschaft im Zuge der Digitalisierung in der Pflege“, moderiert durch Annett Wagner, präsentierte Eva Heithecker ihren Vortrag zu Selbstbestimmung und Privatsphäre zwischen Fürsorge und Wohlbefinden im Kontext digital unterstützter Pflegealltage.
  • Parallel dazu leitete Ronny Klawunn mit Unterstützung von Stephanie Wullf einen interaktiven Workshop: „Von der Idee zur souveränen Umsetzung – Ein Workshop zur erfolgreichen Einführung telebasierter Pflege mithilfe von Patient Journeys“.

Den Abschluss des aktiven Konferenztages bildete der Innovationswettbewerb, bei dem Brit Rebentisch Krummhaar als Jurymitglied zusammen mit Vertreter:innen aller Standorte des Clusters Zukunft der Pflege innovative technologische Lösungen begutachtete und gemeinsam die beste Innovation prämierte.

Der Abend klang in festlicher Atmosphäre bei einem gemeinsamen Dinner im historischen Rathaussaal Nürnbergs aus.

Wissenstransfer, KI‑Kompetenzen und Zukunftsperspektiven

Der zweite Konferenztag am 4. März eröffnete mit parallelen Sessions zu

  • Wissenstransfer und Implementierung,
  • Digital- und KI‑Kompetenzen im Gesundheitswesen sowie
  • Zukunftskompetenzen für die Digitalisierung der Pflege.

Deliah Katzmarzyk präsentierte Ergebnisse eines Scoping Reviews zur Frage:
„Welche Methoden zur Einführung und Nutzung digitaler Pflegetechnologien in der ambulanten Versorgung gibt es?“

Ronny Klawunn sprach in seinem Vortrag über „Das Resonanzensemble: Ein konzeptioneller Rahmen und Orientierungspunkte für eine digitale Transformation der Pflege“.

Zwei Keynotes rundeten das Programm nach der Mittagspause ab:

  • Prof. Denny Paulicke sprach über Qualifikationen für die zukünftige Pflege im Kontext digitaler Technologien und Robotik.
  • Prof.in Dr. Ingeborg Eberl beleuchtete Pflegeinnovationen aus pflegewissenschaftlicher Perspektive.

Vernetzung und Ausblick

Prof. Dr. Vera Antonia Büchner betonte in ihrem Fazit die interdisziplinäre Bedeutung der Veranstaltung:
„Die 8. Konferenz ‚Zukunft der Pflege‘ zeigt die starke Resonanz aktueller Pflegeforschung und trägt maßgeblich zur evidenzbasierten Weiterentwicklung digitaler Innovationen bei.“

Zum Abschluss wurde feierlich der Staffelstab in Form eines 3D-Drucks des Clusterlogos an das PPZ‑Hannover übergeben.

Wir freuen uns, die 9. Konferenz „Zukunft der Pflege“ vom 13. bis 14. April 2027 in Hannover ausrichten zu dürfen – und damit die gemeinsame Weiterentwicklung innovativer Pflegepraxis aktiv weiterzuführen.

v.l. Stephanie Wullf, Musa Dukuray, Brit Rebentisch-Krummhaar, Michael Weiß, Dr. Regina Schmeer-Oetjen, Annett Wagner, Ronny Klawunn, Deliah Katzmarzyk (© PPZ-Hannover)